Werkzeuge Basics

03/11/24

Im Laufe der Zeit hat sich bei mir natürlich ein gewisser Fundus an Werkzeug angesammelt. Es gibt aber ein paar Basics, die man immer braucht und die ich Euch vorstellen möchte. Da ich leider keine Werkstatt habe, baue ich alle meine Möbel und Objekte in meiner Wohnung. Große Maschinen gehören damit nicht zur Basisausstattung und für die Objects, die Ihr auf meiner Website findet, braucht Ihr die auch nicht.

Bohren und Schrauben

Mit Abstand das wichtigste Werkzeug ist ein guter Akkuschrauber mit folgendem Zubehör:
- Ersatzakku - braucht man unbedingt
- Holzbohrerset plus kleine Bohrer zum Vorbohren 
  (schaut hier im Baumarkt bei den Metallbohrern!)
- Bit-Set
- Versenker
An einem guten Akkuschrauber würde ich auf keinen Fall sparen. Von dem hat man wirklich lange was.

Sägen

Wenn es mal etwas zu sägen gibt, wie z.B. eine Leiste, kann ich eine japanische Zugsäge sehr empfehlen. 
Ich habe zwei Arten im Sortiment. Zum einen eine Universalsäge mit Rückenverstärkung, die nur für eine begrenzte Schnitttiefe verwendet werden kann, aber für präzise und dünne Schnitte sehr gut geeignet ist. 
Die zweite Säge hat eben diese Rückenverstärkung nicht und hat damit eine unbegrenzte Schnitttiefe. Sie ist durch die geringere Steifigkeit nicht so präzise, aber eben für lange bzw. tiefe Schnitte geeignet. 
Für Leisten oder Kanthölzer benutze ich für gerade oder 45° Schnitte eine einfache Gehrungsschneidlade aus Holz.

Verbinden

Als Hilfsmittel braucht Ihr in jedem Fall ein paar Zwingen in verschiedenen Größen. Hier seht Ihr eine kleine Auswahl meiner Sammlung. Welche Ihr am Ende braucht, hängt natürlich von der Größe des Möbels ab, was Ihr bauen wollt. 
Für die Verbindung benutze ich in der Regel zwei Möglichkeiten. Entweder Leimen und Schrauben oder Leimen in Verbindung mit Holzdübeln. Die Verwendung von Holzdübeln hat den großen Vorteil, dass man keine sichtbaren Schraubenköpfe hat, die später verspachtelt werden müssen.  Wenn Ihr mit Holzdübeln arbeiten wollt, dann empfehle ich Euch, ein Holzdübel Set zu kaufen! Googelt einfach danach, ihr werdet hier verschiedene Anbieter finden.   

Zum Thema „Verbinden“ wird es aber auch noch einen gesonderten Blogbeitrag geben. 

Schleifen

Für die Bearbeitung von Holzoberflächen, insbesondere, wenn Ihr die Oberfläche lackieren wollt, braucht ihr eine Auswahl an Schmirgelpapier mit unterschiedlicher Körnung. Ich empfehle eine Auswahl an Körnung von K100 bis K240 im Hause zu haben (je kleiner die Zahl, desto gröber die Körnung) und einen Schleifblock.
Hilfreich kann bei größeren Flächen auch ein kleiner Elektroschleifer sein. Ich habe einen kleinen Deltaschleifer, mit dem man auch gut in die Ecken kommt. Aber bitte nie in Innenräumen schleifen! Den Schleifstaub bekommt Ihr aus der Wohnung nicht mehr raus. Wenn ich schleife, dann gehe ich dazu auf den Balkon. Wenn es stark staubt, dann setzt eine Maske auf!

Messen und Anzeichnen

Nicht zu unterschätzen ist eine gute Vorbereitung. Ich zeichne vorher alles an, z.B. wo gebohrt werden soll etc. Ich kann es nur wärmstens empfehlen, damit während des Baus keine Fehler passieren, die man dann nicht mehr rückgängig machen kann. Außerdem trocknet der Holzleim sehr schnell. Man muss also nach Aufbringen des Leims zügig arbeiten, damit die Verbindung die maximale Stabilität bekommt. 
Am Wichtigsten beim Anzeichnen ist der gute alte Schreinerwinkel. Neben einem Zollstock finde ich außerdem einen Stahlmaßstab zum Messen der Abstände sehr hilfreich. Hier beginnen die Maßstriche, anders als bei einem herkömmlichen Lineal, direkt ohne „Lücke“ zum Rand. Damit kann man z.B. aus einer Innenecke heraus messen. 

Damit wäre die Basisausstattung erstmal komplett. Mit Ihr könnt Ihr schon einiges erreichen und die Investitionskosten halten sich im Rahmen.